WERTVOLLE BEERE

Geschmack, Aroma, Farbe, Würze... es gibt viele Eigenschaften, die Pfeffer zu einem wirklich einzigartigen und wertvollen Gewürz machen. Noch heute nimmt er einen Ehrenplatz auf den Tischen ein

PASS

Familie: Piperaceae oder Pfeffergewächse
Gattung: Piper (ungefähr 700 Sorten)
Spezies: Piper nigrum
Ursprung: Malabar, Region im Südwesten  Indiens, die heute zu Kerala gehört
Produktionsländer: Vietnam ist der weltweit größte Produzent, gefolgt von Indonesien, Indien, Brasilien, Malaysia, Sri Lanka, Thailand und China Botanische Merkmale: Pfeffer ist eine ausdauernde, verholzene Kletterpflanze, die bis 4-5 Meter hoch wird und oval-lanzettliche, lederartige Blätter von einem schönen, intensiven Grün und kleine, weiße, duftende Blüten, in.hrenblütenst.nden gesammelt, aufweist. Bei den Früchten handelt es sich um kleine Beeren ohne Blattstiele, die nur einen Samen enthalten, der sich von grün zu gelb und dann rot, wenn er reif ist, verfärbt. Die Pflanze lebt fünfzehn bis zwanzig Jahre

AROMATISCHE EIGENSCHAFTEN

Die Schärfe wird vom Piperin verliehen, einer Substanz, die sowohl im Fruchtfleisch als auch im Samen vorkommt. Die Körner sind reich an Tanninen, Stärke, Terpenen (Lipiden, essentiellen Komponenten vieler Harze und ätherischer Öle, die den verschiedenen Pflanzen ihr charakteristisches Aroma verleihen), Pinen (aromatischer Bestandteil, der in Nadelbäumen vorkommt), Limonen (Alken, das den charakteristisch Duft von Zitrone oder Orange aufweist). Substanzen, die zusammen das außergewöhnliche Aroma verleihen. Wenn man den Duft von Pfeffer in vollen Zügen genießen möchte, empfiehlt es sich, ihn zum Zeitpunkt der Verwendung frisch zu mahlen

SORTEN

Schwarzer Pfeffer: Er wird aus den Früchten der noch unreifen Pflanze gewonnen. Wenn sie in der Sonne oder in speziellen Trocknern trocknen, nehmen sie die klassische schwarze Farbe mit faltigem Aussehen an. Es handelt sich dabei um die würzigste und schärfste Sorte
Weißer Pfeffer: Die reifen Beeren werden etwa eine Woche in Wasser aufgeweicht. Die äußeren Teile des Perikarps lösen sich und werden beseitigt. Was übrig bleibt, wird einige Tage in der Sonne zum Trocknen ausgestellt, und wird dann zum klassischen weißlichen Korn
Grüner Pfeffer: Er wird aus den unreifen Früchten hergestellt, die sofort getrocknet oder in Salzlake konserviert werden. Er ist weniger scharf als der schwarze, aber viel aromatischer
Roter Pfeffer: Er wird bei voller Reife geerntet und in Salzlake eingelegt
Rosa Pfeffer: Es ist eigentlich ein „falscher Pfeffer“, weil er nicht zur Familie der Piper Nigrum gehört. Es handelt sich um den Schinus molle (Familie der Anakardiengewächse), der im Hochland von Bolivien, Peru und Chile beheimatet ist; seine Beere sieht ähnlich aus wie Pfeffer

ANBAUTECHNIK

Die Pfefferpflanze gedeiht im tropischen Klima in Höhenlagen unterhalb von 1000 m über dem Meeresspiegel. Sie liebt die Wärme (optimale Durchschnittstemperaturen von 25 bis 30°C), Licht, hohe Luftfeuchtigkeit (60 bis 90 Prozent) und hervorragende Belüftung.  Das gebräuchlichste Verfahren der Vervielfältigung ist das der Stecklinge.
Die Ernte erfolgt manuell. Die Beeren für die Herstellung von schwarzem Pfeffer haben einen Ertrag von etwa 70 Prozent, während er bei den weißen bei 30 Prozent liegt; dies erklärt den Preisunterschied zwischen den beiden Gewürzarten

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