Auf dem Weg zur Natur
Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten zeigen die Verbraucher weiterhin Interesse an nachhaltigen und hochwertigen Produkten. Die Entscheidung wird durch das wachsende Bewusstsein der Deutschen für „wichtige“ Themen wie den Schutz der Gesundheit und den Respekt vor der Umwelt bestimmt. Dieser Trend wird durch die Daten bestätigt, die im Rahmen von „Being Organic in EU“, einer von Feder-Bio und Naturland DE geförderten und von der Europäischen Union mitfinanzierten Studie vorgestellt wurden, die einen detaillierten Überblick über die Entwicklung dieser Branche in Deutschland bietet.
EIN EHRGEIZIGES PROJEKT
Die Initiativen von „Being Organic in EU“ stehen im Einklang mit den Zielen des „Europäischen Grünen Deals“ und den Strategien „Farm to Fork“ und „Biodiversity 2030“. Ziel ist es, den Übergang zu ethischen, gesunden, klimaresistenten und ökologischen Lebensmittelversorgungsketten von der Primärproduktion bis zum Verbraucher zu fördern und die EU zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft zu machen.

Gute Gesundheit
Nach einem leichten Rückgang im Jahr 2022 erlebt die Branche derzeit eine positive Phase. Der Bio-Markt in Deutschland hat 2023 seinen Höhepunkt erreicht und mit 16 Milliarden Euro die Werte aus der Zeit vor der Pandemie übertroffen. Auch die biologisch bewirtschafteten Flächen nehmen leicht zu und machen 11% der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus, während die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebein diesem Sektor zurückgeht, was sich nicht immer positiv auf die Verfügbarkeit biologischer Rohstoffe auswirkt.
Die Ausrichtung
Interessant ist der Anteil (65%) der Verbraucher, die angeben, dass ihre Kaufentscheidungen Auswirkungen auf die Gesellschaft haben und dass sie Marken kaufen, die sich in diesem Sinne engagieren. Die Gründe für die Entscheidung für Bio-Produkte sind: Tierschutz (90%), regionale Herkunft (88%), gesunde Ernährung (87%), Verzicht auf Pestizide (84%) und GVO (74%) sowie Schutz der Artenvielfalt (74%). Der Klimawandel spielt bei der Entscheidung keine Rolle.

Bezugsquellen
Im Jahr 2023 kaufen die Deutschen Bio-Produkte vor allem in Supermärkten (91%), Discountern (77%) und auf Wochenmärkten (55%); in geringerem Maße in Drogerien/Gemischtwarenläden (50%), direkt beim Erzeuger (48%), in Fachgeschäften (43%) oder Bio-Supermärkten (40%) und nur 15% online. Die Verbraucher schätzen das EU-Bio-Label wegen seiner Klarheit und Transparenz (59%), die ihre Kaufentscheidungen beeinflusst.































