Einweg-Plastik, Adieu

Nach einer Richtlinie der Europäischen Kommission werden bis 2025 verschiedene Artikel aus diesem Material verboten werden. An ihre Stelle treten nachhaltige Produkte zum Schutz der Umwelt

Europäische Strategie

Das Bild eines eisgekühlten Getränks mit farbigem Strohhalm wird verschwinden. Nach dem am 28. Mai vorgelegten Vorschlag der Europäischen Kommission werden bis zum Jahr 2025 einige Einwegprodukte aus Kunststoff, wie zum Beispiel Strohhalme, verboten werden. Die Initiative ist Teil der „European Strategy for Plastics“ (Europäische Strategie für Kunststoffe), die zu Beginn des Jahres zum Schutz der Umwelt und der Bürger und zur Förderung der Innovation aus Sicht der Kreislaufwirtschaft gestartet wurde.

Das Meer ist in Gefahr

Die Europäische Union hat demzufolge das Problem der zunehmenden Kunststoffabfälle angegangen, das immer dringender wird. Wenn nichts unternommen wird, wird es 2050 in den Ozeanen mehr Plastik als Fische geben. Obwohl Kunststoff für den Transport von Nahrungsmitteln und Getränken notwendig ist und obwohl seine Stärke aufgrund der von der Industrie erzielten Fortschritte abgenommen hat, ist jedoch mehr Einsatz erforderlich. Jedes Jahr erzeugen die Europäer 25 Millionen Tonnen Plastikmüll, aber weniger als 30 Prozent werden gesammelt, um recycelt zu werden. Die EU-Kunststoffstrategie will die Art der Planung, Herstellung und Entsorgung dieses Materials ändern und Investitionsmöglichkeiten für Unternehmen und vor allem neue Arbeitsplätze schaffen.

Weniger schädliche Produkte zum Schutz der Umwelt entwickeln

Verbote und Einschränkungen

Die Richtlinie der Europäischen Kommission über Einwegkunststoffe ist einer der ersten Schritte. Im Mittelpunkt des Interesses stehen zehn Produkte, einschließlich Strohhalme, Besteck, Teller, Mischer für Getränke, zusammen mit den Geräten zum Angeln und Fischen, die 70 Prozent der Abfälle im Meer ausmachen. Ihre Vermarktung wird verboten und als Alternative müssen sie mit nachhaltigen Materialien hergestellt werden. Getränkebehälter sind nur zulässig, wenn die Kappen und Deckel am Behälter bleiben. Die Verwendung von Bechern für Getränke und Lebensmittelbehälter aus Kunststoff wird reduziert und die Mitgliedstaaten werden für die Verfügbarkeit alternativer Produkte oder für das Verhindern kostenloser Verwendung von Einwegprodukten aus Kunststoff verantwortlich sein.

VORGESEHENE MASSNAHMEN

Das Programm, das von der europäischen Industrie für in Flaschen abgefülltes Wasser gefördert wird, sieht vier Punkte vor. Es soll im Jahr 2025 eine führende Rolle beim Sammeln von 90 Prozent der Pet-Flaschen spielen; es soll dazu beitragen, mindestens 25 Prozent von Pet bei der Herstellung neuer Flaschen einzusetzen; mehr in Ökodesign und in die Suche nach nichtfossilen Kunststoffen investieren; die Verbraucher in die Vermeidung von Vermüllung mit einbeziehen.

Mehr Klarheit

Außer den Verboten und Einschränkungen erfordert die Richtlinie von den Unternehmen einen Beitrag zu den Verwaltungskosten und Regenerierung von Abfällen und zu den Kosten zur Sensibilisierung der Verbraucher hinsichtlich bestimmter Gegenstände. Dazu gehören Lebens-mittelbehälter, Verpackungen und Umhüllungen, Behälter und Becher für Getränke. Es sind ebenfalls Förderungsmittel für die Entwicklung weniger umweltschädlicher Alternativen vorgesehen. Darüber hinaus wird gefordert, dass einige Produkte klar verständliche und standardisierte Etiketten aufweisen, die angeben, wie sie entsorgt werden müssen, ihre negativen Auswirkungen auf die Umwelt und ihren Kunststoffanteil.

Die Mülltrennung erweitern

Das Dokument enthält Leitlinien für die Mitgliedstaaten bzgl. Sensibilisierungs- und Sammelaktionen. Auf der einen Seite müssen die Länder die Verbraucher über die negativen Auswirkungen der Verbreitung von Kunststoffprodukten in der Umwelt, über die Wiederverwendungssysteme und über die besten Bewältigungsmethoden für diese Art von Abfall informieren. Auf der anderen Seite müssen sie 90 Prozent der Einweg-Plastikgetränkeflaschen einsammeln. Die europäische Industrie für in Flaschen abgefülltes Wasser (Efbw) hat sich verpflichtet, diese letzte Aktion mit einem Programm zur Steigerung der Sammlung von PET-Flaschen, dem einzigen vollständig recycelbaren Kunststoff für Lebensmittel und der Verwendung von recyceltem PET, zu unterstützen. Die Arbeit zum Schutz der Meere geht weiter, aber es sind Entschlossenheit und Eile gefragt.

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