Eine Frage der Authentizität

In Deutschland und Österreich hat eine Pilotstudie zur Vergabe des Gütesiegels Gelateria Italiana zum Schutz der Tradition der italienischen handwerklichen Gelatoproduktion begonnen. Die Initiative wurde auf der vergangenen Sigep gestartet und bis heute haben ungefähr 30 Unternehmen ihre Teilnahmeanfrage eingereicht. Diese Bewerbungen werden z.Z. geprüft

Italian Sounding

Eisdielen, Restaurants, Pizzerias auf der ganzen Welt verbreitet, mit unverwechselbaren italienischen Namen, die aber wenig Italienisches aufweisen können.
In der Tat gibt es zahlreiche Lokale, die sich als solche bezeichnen, auch wenn es nicht der Wahrheit entspricht, mit der Absicht die Kundschaft unter Ausnutzung der Qualität, des Rufs und des Erfolgs der gastronomischen Tradition Italiens zu gewinnen.
Dieses Phänomen, das auf der ganzen Welt bekannt ist, nennt sich Italian Sounding. Seit einiger Zeit beschweren sich die Italiener über diese unfaire Konkurrenz, die auf den Markt kommt und vom Made in Italy profitiert, auch wenn sie weder Zutaten, Produkte, Rezepte noch italienisches Personal benutzten und auch die Kunst und Kultur des Bewirtens nicht beherrschen.

Die Mission

Mit dem Beispiel Ospitalità Italiana, internationale maßgebende Bezeichnung der Zertifizierung im Bereich des Gastgewerbes Made in Italy, wurde bei Gelegenheit der in Rimini stattgefundenen Messe eine ähnliche Initiative für die italienischen Gelatohersteller im Ausland gestartet: das Markenzeichen Gelateria Italiana.
Die Pilotstudie hat in Österreich und Deutschland begonnen, in Ländern in denen die italienische Gelatotradition seit langem besteht und wo die Bewerbungen geprüft werden. Es handelt sich dabei um ein Gütesiegel, das nur für Eisdielen vorgesehen ist, die mithilfe der Professionalität des Personals, der Anwendung von italienischen Maschinen und Rohstoffen auf der Welt die Tradition und Geschichte des echten italienischen Gelatos promovieren. Ein Schutz sozusagen vor schlechten Nachahmungen, dem Betrug der Verbraucher und Imageschaden, der indirekt Italien zugefügt werden kann.

Wie geht man vor

Die Gelatohersteller müssen den Antrag bei den ITKAM stellen oder das – auf der Webseite www.gelateriaitaliana.net veröffentlichte – Formular ausfüllen.
Die ITKAM wird die Bewerber besuchen, dabei auch einige Fotos machen, um Infos zu sammeln, die der Jury zur Bewertung nützlich sein können.
Die Fotodokumentation unterstützt bei der Kontrolle, ob Maschinen und Halberzeugnisse aus Italien stammen. Die Jury wird außerdem Daten bezüglich der Erfahrung und der professionellen Ausbildung des Personals, des auf der Karte angebotenen Gelatos, der Einrichtung und vieler anderen Kriterien, sammeln. Ziel ist es, die Authentizität des handwerklichen Tradition der italienischen Gelatoproduktion sicherzustellen. Das eingesammelte Material wird von einer unabhängigen Behörde eingesehen, die eine Punktzahl vergibt. Je nach Punktzahl wird daraufhin das Markenzeichen verliehen. Die Mindestpunktzahl, die erreicht werden muss, entspricht 150/200.

alle koennen den Antrag zur Zertifiziering stellen

                                                                                                                                                                                                                                                              [envira-gallery id=”1942″]

Jeder kann teilnehmen

Auch eine Eisdiele, die nicht von einem Italiener geleitet wird, kann die Zertifizierung erhalten.
Dabei handelt es sich um einen ausschlaggebenden Punkt, der zu Diskussionen und Auseinandersetzungen unter den Juryteilnehmern führen wird. Der grundlegende Aspekt um das Markenzeichen zu erhalten ist, dass der Inhaber, auch wenn er kein Italiener ist, die italienische Kultur, Mentalität, Tradition, und Gastfreundschaft gut kennt und demzufolge den “Italienischen Geist” authentisch und unverfälscht hinüberbringen kann und sich nicht einfach hinter Italian Sounding versteckt. Wenn der Gelatohersteller aus persönlichen Gründen in Italien gelebt hat, eine Erfahrung in der Branche hat oder ein Liebhaber und Kenner der italienischen Gelatotradition ist, kann er die Kriterien der Anordnung erfüllen und das Markenzeichen Gelateria Italiana aushängen.

Gelato steht außer Frage

Geschmack ist eine subjektive Angelegenheit und aus diesem Grund wurden unter den Kriterien zur Klassifizierung keine Punkte für Geschmack verliehen.
Der Gelatohersteller muss über die Freiheit verfügen können, seinen Kunden das Gelato anzubieten, das am besten zum Geschmack und den Traditionen des Landes passen, in denen er arbeitet, auch wenn die Juryteilnehmer positiv bewerten, wenn zum Beispiel ein Lokal die Sorte Pistazien aus Bronte oder Haselnussgelato mit Haselnüssen aus dem Piemont anbietet. Letztendlich hat man dank der Erfahrung mit dem Markenzeichen Ospitalità Italiana (Italienische Gastfreundlichkeit) gesehen, dass die Lokale, die den Parametern entsprachen, auch entsprechend qualitativ gut waren. In anderen Worten ist die Befriedigung der erforderlichen Kriterien automatisch eine Garantie der Güte und Qualität des Gelatos.

Anwendung des Markenzeichens

Nachdem er das Gütesiegel erhalten hat, kann der Gelatohersteller das Schild ohne weiteres ein Jahr lang aushängen und das Logo auf Bechern, Besteck, Servietten, Theken, Uniformen, Einrichtungen oder auf der Webseite der Eisdiele nachbilden.
Also überall dort, wo er es für nützlich hält. Nach einem Jahr erfolgen erneute Kontrollen zur Bestätigung des Markenzeichens.
Diese zeitliche Begrenzung dient der Gewährleistung eines hohen Qualitätsstandards. Es ist selbstverständlich im Interesse des Gelatoherstellers, den Kunden den Wert und die Wichtigkeit des Gütesiegels zu erklären, der ihnen garantiert, ein echtes italienisches Gelato zu kaufen, statt einer oft qualitativ minderwertigen Imitation, die als typisches Produkt verkauft wird.

Die Pilotstudie hat in Österreich und Deutschland begonnen

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Die Zertifizierung enstand in Zusammenarbeit mit Rimini Fiera und Giovanni Antonio Cocco. Für weitere Informationen, für Deutschland, steht Frau Helena Gutjahr (hgutjahr@itkam.org – Tel: +49 30 24 31 04 20) zur Verfügung. In Österreich ITKAM Austrian Desk, vertreten von Lansky, Ganzger + Partner Rechtsanwälte GmbH (www.lansky.at). Der Antrag auf Mitgliedschaft kann online über den Link “scheda adesione” auf der Webseite www.gelateriaitaliana.net, unter “regole” ausgefüllt werden.

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