Nichts Persönliches

Mangel an Personal und Auszubildenden, ein Übermaß an oft unbezahlten Überstunden. Das Problem unter den Problemen des gesamten Gaststättengewerbes bleibt der Mangel an Mitarbeitern

Problem Nummer eins

Der Personalmangel in Deutschland ist wohl das größte aller Probleme. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Jahr 2021 1,01 Millionen Menschen im Gastgewerbe beschäftigt, 14,7 Prozent weniger als im Jahr 2019, also vor der Pandemie. In der Zeit nach der Pandemie hat sich die Branche zwar etwas erholt, erreicht aber nicht die früheren Zahlen, es gibt nämlich um 11 Prozent weniger Beschäftigte als im Jahr 2019. Viele Arbeitnehmer zogen es vor, eine dauerhafte Beschäftigung in anderen Branchen zu finden und kehren nicht mehr in ihre frühere Tätigkeit im Gaststättengewerbe zurück.

Ausbildung im Niedergang

Die gleiche Dynamik gilt für die Zahl der Auszubildenden in allen Berufen. Seit 2008 ist die Gesamtzahl der Auszubildenden stetig gesunken. Im vergangenen Jahr bewarben sich 498.000 angehende Auszubildende auf 544.000 freie Stellen. Ebenfalls rückläufig und damit den allgemeinen Trend bestätigend sind die Auszubildenden im Konditorenbereich. Nach Angaben des Deutschen Handwerkskammertages (DHKT) gab es im Jahr 2022 3.930 Lehrlinge, das sind 3,91 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Im Jahr 2013 waren es noch 5.261 Auszubildende.

Lokale schließen

Die ohnehin schon schwierige Situation der Branche hat sich durch die Summe der folgenden Faktoren noch verschlechtert: steigende Energierechnungen, die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 19 Prozent ab 1. Januar dieses Jahres und die Inflation. Das Ergebnis dieser explosiven Mischung ist die Schließung von Betrieben, die nicht überlebensfähig sind. Nach Angaben von CRIF Deutschland, einem auf Kreditund Wirtschaftsinformationssysteme spezialisierten Unternehmen, sind mehr als 15.000 Betriebe, darunter Bars, Cafés und Restaurants, vom Konkurs bedroht. 

Es mag trivial klingen, aber um fähige
und willige Mitarbeiter an sich zu binden,
muss man sie erst einmal gut bezahlen

Immer weniger qualifiziert

Eine der Folgen des Personalmangels ist, dass diejenigen, die arbeiten, zu Überstunden „gezwungen“ werden. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)
haben die Deutschen im Jahr 2022 761 Millionen Überstunden geleistet. Davon wurden 436 Millionen nicht bezahlt, was einem Wert von 6,7 Milliarden Euro entspricht, die „verschenkt“ wurden. Mit Blick auf die Gastronomie wurden 14,25 Millionen Überstunden im Wert von 5,55 Millionen Euro geleistet. Eine weitere Folge des Personalmangels ist, dass die Gastronomen immer mehr Mitarbeiter mit Mini-Jobs, d.h. Kurzarbeit, beschäftigen, die mittlerweile 49 Prozent der Vertragsform im Gastgewerbe ausmachen. Zusammenfassend
lässt sich sagen, dass der Personalmangel nicht nur ein
Quantitäts-, sondern auch ein Qualitätsproblem geworden ist.

Die Pandemie hat das Problem,
seriöses und zuverlässiges Fachpersonal
zu finden, noch verschärft

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